XING Sonderheft :: Wir machen Zukunft. Bildung im Aufbruch!

Wir machen Zukunft. Bildung im Aufbruch.

XING Es war an einem Sonntag. Die XING Magazin Redaktion war pfauengleich stolz darauf, dass diese wunderbare Ausgabe zum Thema „Bildung“ fertig war, wie immer anspruchsvoll recherchiert und ansprechend layoutiert. Da hat ein Philosophieprofessor von eher regionaler Bedeutung die Katze aus dem Sack gelassen: die Versuche in der Bildungspolitik Chancengleichheit herzustellen oder sich ihr auch nur anzunähern, sei nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein kommunistischer Umsturzversuch. Bolschewismus durch die Kindergartentür. Na Konrad Paul (hier zum Nachlesen), übertreibst du da nicht ein wenig?

Als Einstieg verteidigt niemand geringerer als Fareed Zakaria klassische Bildungsideale, bleibt aber nicht bei Humboldt stehen, sondern erklärt die US-amerikanische „liberal education“ zur wichtigen Grundlage, die den Innovationsvorsprung der USA sichert. Und, mancher wird dabei zittern, aber Zakaria meint, dass eine möglichst gute Ausbildung für die Masse der Bevölkerung ein politisches Ziel sein sollte! Denn, ganz nebenbei, wäre das die Bildungsstrategie, mit der die USA zur größten Wirtschaftsmacht geworden sind. Der Jurist und Professor am Oxford Internet Institute Viktor Mayer-Schönberger sowie Kenneth Cukier, Journalist beim Economist beleuchten die digitalen Plattformen für die Zukunft der Bildung. Die Soziologin Brigitte Deutschländer-Bauer beschreibt zwei zukunftsweisende Schulausbauprojekte in Wien. Simone Seyringer thematisiert entwicklungspsychologische Erkenntnisse zur Frage wie lernen Kleinkinder?

Da die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen einer der Schwerpunkte der Schulausbau-Projekte ist, beleuchten wir die Hoffnungen und Ängste von Eltern und Kindern. Wir blicken dabei auch in Richtung Vorbild Schweden. Jana Horvath erklärt in ihrem Artikel zum Wiener Campus Modell, dass man sich vor moderner Bildungspolitik nicht fürchten muss, die bolschewistische Revolution wird sehr wahrscheinlich nicht von Magistratsbeamten im Kindergarten vorbereitet. Abschließend war es der Redaktion noch wichtig, die Wiener Ausbildungsgarantie und ihre mehr als wichtige Rolle für viele Jugendliche aufzuzeigen.
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Ihre XING Magazin-Redaktion
&
Bernhard Seyringer, Herausgeber

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COVER :: „Chalk about“ von Performinggroup.

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XING 28 :: Was heißt heute progressiv?

Anleitung zum ambitionslosen Wohlfühlen

XING Magazin untersteht sich in dieser Ausgabe die Frage zu stellen, was denn heute unter progressiv zu verstehen ist. Ob sich hinter den regional-eingekuschelten Werthaltungen gar nur ambitionsloses Wohlfühlen verbirgt?
Aber was ist nun progressiv werden sie ungeduldig fragen? Michael Amon bietet eine Jam-Session zum Fortschritt. Thomas Duschlbauer entdeckte die Ähnlichkeiten zwischen linken und rechten Rändern im politischen Spektrum. Julian Mintert macht auf den Unterschied zwischen Autonomie und „Libertären Paternalismus“ aufmerksam. Simone Seyringer vermisst den psychologischen Spielraum zwischen liberalen und konservativen Werthaltungen. Dass Fortschritts-Optimisten nicht hoffnungslos naiv sind, erklärt Susan Neiman. Walter Nugent bietet einen kurzen Einblick, was wir von historischen Progressisten der USA lernen können. Dass Progressive nicht auf Vernunft verzichten sollen, empfiehlt Robert Pfaller.
Jana Horvath und Bernhard Seyringer bastelten den unverzichtbaren großen XING-Guide „progressiv ins 21. Jahrhundert“ für Sie.
Besonders freuen, wir uns über die neue Kooperation mit Kultur Diplomat Magazin. Pamela Bartar erwies uns die Ehre mit dem Artikel über Marrakesh.
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Bernhard Seyringer, Herausgeber

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COVER :: „Gefällt mir“-Häkelobjekt aus der Serie „Multiples“ von Patricia Waller.

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XING 27 :: Public understanding of Science and Humanities

Schwerpunkt: Wissenschaft und Öffentlichkeit

„Nur noch Image statt Inhalt?“
fragt sich nicht nur der Arbeitskreis zu Wissenschaftskommunikation der Volkswagenstiftung. „Eitelkeiten, Maulkörbe und andere Störfreuer …“ werden bei der „Vermittlung wissenschaftlicher Wahrheit“ ausgemacht. Bedroht Kommunikation etwa die Wissenschaft? Bei vielen dieser Diskussionen steht die Rolle der Medien im Mittelpunkt. Wirken sich unkritische Berichterstattung, inkompetente Journalisten, Skandalisierung und billiger PR-Stil mancher Wissenschaftler wirklich auf die Reputation der Wissenschaft aus? Dieser Frage sind Susanne Gedanke und Mark Eisenegger nachgegangen.
Projekte, in denen sich Wissenschaft und Öffentlichkeit fruchtbar zusammentun, stellt Pamela Bartar vor. Weitere Autoren der Ausgabe: Rainer Bartel, Thomas Duschlbauer, Jana Horvath u. a.

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XING 26 :: Es war einmal die Zukunft.

Schwerpunkt: Zukunftsforschung

alle reden von Zukunft, doch irgendwie klingt das neuerdings anders. Anders als wir das im Laufe unserer Recherche zu dieser Ausgabe, Es war einmal die Zukunft, kennen gelernt haben. Inzwischen wurde die Gestaltung der Zukunft angenehm unkompliziert, nach all den vergangenen Debatten und Streitereien … Heute fahren wir einfach mit dem Fahrrad zum Shopping – zum nachhaltigen Shopping, versteht sich. Die Weltrettung als Shopping-Draufgabe, wenn das kein Fortschritt ist. So einfach wär´s gewesen, lieber Robert Jungk.
Die Antworten auf komplexe Zukunftsszenarien sucht man nicht mehr in stetig komplexer werdenden Forschungsmethoden, sondern einfach in der Anhebung des gesellschaftlichen Infantilitätsgrades. Eine der wenigen zukunftsweisenden Erkenntnisse, die wir den Trendforschern verdanken.
Doch zurück zu diesem Heft: Mit einer Roadmap über Haltepunkte einer äußerst kurzen Reise durch ein gestaltbares Morgen, erlaube ich mir das Heft zu eröffnen. Die XING-KULTURMAGAZIN-Redaktion stellt sich dieser Herausforderung und portraitiert einen der originellsten Zukunftsdenker der 1960er Jahre, Bertrand de Jouvenel, um danach die Zukunftsforscher-Szene in den sowjetisch-dominierten Staaten zu skizzieren. Genossin Chiara Lorenzo aus dem Redaktions-Kollektiv hat sich dafür den Stachanow-Orden redlich verdient.
Zurück im mausgrauen Kapitalismus, wollten wir von Peter Weibel wissen, warum ausgerechnet ein gebürtiger Luxemburger, Hugo Gernsback, alles viel früher wusste. Dieser wollte bereits 1911 New York mit Solarstrom versorgen. Also: Entspannt euch liebe „not in my backyard“-Nachhaltigkeits-Apologeten, die Problemlagen sind seit mehr als hundert Jahren bekannt.
Danach geht es im Heft aber ganz seriös weiter. Und zwar mit einem der interessantesten und originellsten Soziologen der deutschsprachigen Gegenwart: Ortwin Renn. Er zeigt, dass man auch mit Sicherheit ins Ungewisse kommen kann. Beruhigend, wie wir finden.
Simone Seyringer, Kulturwissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Neuroenhancement an der Universität Linz, lässt das Heft mit post-zerebralen Utopien ausklingen und erinnert uns daran, dass verhaltensauffällige Nerds erst seit Mitte der 1990er Jahre die Welt in Schach halten. Wo bleibt nur James Bond, der immer wusste was zu tun ist.
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XING 25 :: Auf den Spuren eines Wahnsinnsattentats.

Die Wohnbausteuer und ihre mediale Verhandlung von Februar 1922 bis Juni 1934.

Bernhard Seyringer

Die Studie und ihr ironischer Titel folgen den Spuren der medialen Verhandlung zur Einführung der Wohnbausteuer in ihren verschiedenen Adaptionen im Zeitraum von Jänner 1922 bis Juni 1934. Die Wohnbausteuer bildete die fiskalpolitische Grundlage für das Wohnbauprogramm der Gemeinde Wien und damit einer zentralen Säule des „Roten Wien“. Der Titel spielt auf die dramatische, teilweise hysterische Argumentationsweise der „bürgerlichen“ Zeitungen über die „katastrophalen Auswirkungen der Wohnbausteuer“ in Wien an.
Folgt man dieser, so wäre eine triumphale Berichterstattung über das Ende des „Steuersadismus“, der „Devastierung Wiens“ und des „Wahnsinnsattentats“ nach deren Abschaffung im Juni 1934 zu erwarten gewesen. Aber von Triumph keine Spur. Die Nachricht war …

Einführung (PDF)

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XING 24 :: Hört die Signale!

Über die Freunde der Feinde der Freiheit. Israel und die Linke.

Freundschaften, die auf Feinschaften beruhen, sind diesmal unser Thema. Der Hass auf Juden ist die Basis für äußerst stabile Freundschaften – auch viele, wo man diese Verbundenheit nicht vermuten würde. So waren etwa Linke und Nazis gelegentlich zusammen anzutreffen, wenn es gegen den gemeinsamen Feind ging. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich da noch so manche Aktivistengruppe in Österreich zusammengefunden, als etwa 1947 in Bad Ischl fünf KPÖ-Freunde und ein ehemaliger Nazi zur Hetze gegen jüdische Displaced People marschierten.
Diese und andere Episoden, die das antisemitische Erbe der Linken dokumentieren, können Sie in Bernhard Seyringers Artikel nachlesen. Wie dieses Erbe bis heute in den linken Parteien Österreichs weitergelebt wird hat Margit Reiter zusammengefasst. Die 1968er und ihr Judenknax wird von Micha Brumlik dargestellt.

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